Vergleich Tagesgeld / Termingeld / Tagesanleihe

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Alternativen von Tagesgeld

Wer kurzfristig Kapital anlegen und wieder verfügbar haben möchte, der hat die Auswahl aus verschiedenen Anlageformen, insbesondere Tagesgeld, Termingeld und Tagesanleihen. Doch worin bestehen hier die Unterschiede und was sollte der Anleger beachten? Dieser Ratgeber gibt die Antworten darauf.

Termingeld und Tagesgeld eignen sich besonders gut als vergleichsweise sichere Geldanlage, die im Gegenzug zum Spar- oder Girokonto recht gute Konditionen bietet. Dies gilt auch angesichts der seit der Finanzkrise deutlich gesunkenen Zinsen.

Zur Zeit sind Zinssätze von bis zu ca. 1,00 % drin. Bei vielen Banken wird der Zinssatz bereits ab dem ersten Euro auf dem Konto gezahlt. Zu beachten ist lediglich, dass die Maximalgrenze des Betrages, der wie angegeben verzinst wird, bei jeder Bank unterschiedlich ist. Teilweise sind Grenzen von zum Beispiel 50.000 Euro Guthaben gesetzt, teilweise aber auch größere Beträge. Bei einigen Banken wird gar keine Grenze gesetzt und das gesamte Guthaben zu jeder Zeit mit dem vollen Zinssatz verzinst.

Weiterhin unterscheiden sich einzelne Konten darin, dass die Zeitpunkte der Zinsgutschrift sehr unterschiedlich festgelegt werden. Macher Anbieter schreibt die Zinsen nur einmal im Jahr gut, bei anderen Banken werden die Zinsen einmal im Quartal oder sogar einmal im Monat gutgeschrieben. Generell gilt: Je kürzer das Zinsintervall ausfällt bzw. je öfter die Zinsen gutgeschrieben werden, desto besser lässt sich der begehrte Zinseszinseffekt nutzen, bei dem sich die Zinsen selbst kapitalisieren und somit die Rendite erhöhen.

Beim Termingeld (als Alternative zum Tagesgeld) ist zu beachten, dass die Anlagen sehr unterschiedlich lange gestaffelt werden können. Es ist möglich, dass eine einzelne Anlage gerade einmal über einen Zeitraum von wenigen Monaten (zum Beispiel 6 Monate) aufgebaut ist. Auf der anderen Seite gibt es aber gerade im Termingeld auch recht langfristige Anlagen, die über eine Dauer von 2 bis sogar 6 oder mehr Jahren verfügen. Es bleibt dem Kunden selbst überlassen, für welche Art von Anlage er sich entscheiden möchte.

Die Tagesanleihe ist in Deutschland im Jahr 2008 eingeführt worden. Sie ist ein staatliches Anlageprodukt und wird vom Bund ausgegeben. Im Gegensatz zu anderen staatlichen Anlagemodellen wie etwa Bundesschatzbriefe kann der Sparer bei der Tagesanleihe (wie auch beim Tagesgeld) werktäglich über sein Kapital verfügen. Während für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ein Referenzkonto benötigt wird, von dem die Ein- und Auszahlungen vorgenommen werden können, muss der Anleger für die Tagesanleihe zunächst ein sogenanntes Schuldbuchkonto eröffnen. Dazu lässt sich kein vorhandenes Girokonto nutzen.

Thema Zinsen: Die Tagesanleihe legt der Berechnung der Zinsen den „Euro Overnight Index Average“ (EONIA) zugrunde. Hierunter versteht man den gemittelten Zinssatz für Kapitalausleihungen im Interbankenhandel. Dieser Referenzzinssatz wird der Tagesanleihe jedoch nicht 1:1 zugrunde gelegt. Stattdessen werden einige Prozentpunkte für die Kosten für Verwaltung und Emission der Tagesanleihe abgezogen.

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